05.11.2011 - Mit dem Liederkranz nach Moskau

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Mit dem Liederkranz nach Moskau

 

Der Männergesangsverein hat am Samstag eine musikalische Reise nach Osteuropa unternommen. In leuchtend roter Kosakentracht gaben die Sänger ein tolles Bild ab. Unterstützt wurden sie vom Lechenicher MGV.

 

Hürth/Efferen - Passend zum diesjährigen Thema des Jahreskonzerts „Eine musikalische Reise durch Osteuropa nach Moskau“ trat der Männergesangsverein, der von Sängern des Lechenicher MGV unterstützt wurde, erstmalig mit dem symphonischen Mandolinen-Orchester aus Niederkassel auf. Zünftig gestaltete sich der Abend in Haus Burgpark mit russischen Volksliedern, Tänzen von Johannes Brahms und Antonín Dvořák, sowie dem ein oder anderen einschlägig bekannten Schlager wie „Moskau“ von Ralph Siegel.

„Wolga, Wolga, Mutter Wolga, Ruhig fließest du dahin, Ahnst nicht, was ein Donkosake Fürchterliches hat im Sinn“. Stenka Rasin war ein kosakischer Aufständischer gegen die Zarenherrschaft. Ein Volkslied handelt von der schaurigen Geschichte, wie er sein Opfer, eine Prinzessin, den Fluten der Wolga überlässt. Mit sonoren Tönen umgesetzt, gelang dem Chor eine getragene Interpretation des Stücks, die von Manfred Bellinghausen als Bass-Solist angeleitet wurde. Natürlich darf bei einem solchen Programm die „Ungarische Rhapsodie“ von Franz Liszt nicht fehlen. Eine eigene Interpretation des langjährigen Leiters des Mandolinen-Orchesters, Richard Neff, wurde temperamentvoll von den Musikern an Zupf- und Holzblasinstrumenten umgesetzt. Da wurde freudig mit dem Kopf oder Fuß gewippt, aber vor allem die Interpretation des „Ungarischen Tanz Nr.1“ von Johannes Brahms schien es dem Publikum angetan zu haben. Das Stück, eigentlich von Brahms für ein Orchester komponiert, wurde kurzerhand mit einer eigenen Textvariante von Neff – „Janusch und Anuschka“ – von Chor und Orchester auf die Bühne gebracht.

Zur zweiten Hälfte standen dann zahlreiche Klassiker auf dem Programm und der Bogen wurde bis zu Aram Chatschaturjans „Säbeltanz“ gespannt. „Die Idee, sich der osteuropäischen und russischen Musik zu widmen, ging aus dem Wunsch hervor, einmal zusammen mit dem befreundeten Mandolinen-Orchester aufzutreten, denn da bietet sich diese Musik einfach an“, erzählt die Chorleiterin Stefanie Herrmann. Da der MGV Liederkranz unter Nachwuchsproblemen leide, sei in Zukunft auch eine noch engere Kooperation mit dem Lechenicher MGV geplant. Die zahlreichen Gäste des Abends würdigten dieses Zusammenkunft mit anhaltendem Applaus.

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